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Osová
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Osová, bis 1924 OsovĂ© (deutsch Ossowa, auch Ossau)cite-ref-2[2] ist ein Ortsteil der Gemeinde Osová BĂtýška in Tschechien. Er liegt fĂĽnf Kilometer nordwestlich von Velká BĂteš und gehört zum Okres Žďár nad Sázavou.
Contents
• Geographie
• Geschichte
• Weblinks
• Einzelnachweise
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Geographie
Osová befindet sich in der Talmulde des Baches BĂlĂ˝ potok im Krischanauer Bergland (KĹ™iĹľanovská vrchovina) im SĂĽden der Böhmisch-Mährischen Höhe. Das Dorf liegt am Ufer der Teiche OkolnĂk und Ĺ tÄ›pnice. Im SĂĽden erhebt sich der Duforty (561 m). SĂĽdlich des Dorfes verläuft die Bahnstrecke Brno–HavlĂÄŤkĹŻv Brod.
Nachbarorte sind Ondrušky im Norden, BĹ™ezĂ im Nordosten, BĹ™ezskĂ© im Osten, KĹ™ovĂ im SĂĽdosten, Vlkov im SĂĽden, Osová BĂtýška im SĂĽdwesten, TĹ™i Dvory im Westen sowie SkĹ™inářov im Nordwesten.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1329 durch einen Zweig des Adelsgeschlechts von Ronow, der sich de Ossaw nannte. 1346 erfolgte die Nennung als Ossow. Der erste schriftliche Nachweis der Burg Ossow stammt aus dem Jahre 1348. 1364 wurde sie Ossau genannt. Besitzer der Herrschaft Ossow war im 14. bis 17. Jahrhundert lange Zeit das Adelsgeschlecht von OsovĂ©, das sich ab 1594 dann OsovskĂ˝ nannte. Zu Zeiten von Henricus de Ossaw (JindĹ™ich z OsovĂ©ho a z Ronova, †vor 1373) umfasste die Herrschaft Ossaw im Jahre 1364 die Ortschaften Osová BĂtýška, OĹ™echov, Vlkov, StarĂ© Hamry, BĹ™ezĂ, Hamry, SkĹ™inářov, Nová Ves, die Hälfte von Kadolec und der Wald bei ChlĂstov. Ihm folgte Jan von Bechin (Jan z BechynÄ›), der einen kleinen Teil der Herrschaft an Jan den Ă„lteren von MeziĹ™ĂÄŤĂ verkaufte und die restlichen GĂĽter an Hynko von OsovĂ© weiterreichte. Hynko verkaufte seinen Besitz an ÄŚenÄ›k von Ronow und dieser ihn 1372 an den Markgrafen Johann Heinrich. AnschlieĂźend gingen OsovĂ© und Osová BĂtýška bis 1415 als markgräfliches Lehn in den Besitz von Jan d. Ă„. von MeziĹ™ĂÄŤĂ ĂĽber. 1415 erwarb ZbynÄ›k Doubravek von Doubravice durch Heirat die Herrschaft OsovĂ©, zu der die Dörfer Kadolec und OĹ™echov wieder hinzugekommen waren. Seine beiden Söhne ZbynÄ›k und ZdenÄ›k nannten sich DoubravskĂ˝ von OsovĂ©. Ihnen folgten Smil von OsovĂ© und ab 1481 gemeinschaftlich dessen Söhne Hynek und Sigmund. Nach Hyneks Tod erfolgte eine hälftige GĂĽterteilung zwischen seinen Söhnen Smil und Jan OsovskĂ˝ von Doubravice.
Johann von Pernstein, der 1530 beide Teile aufgekauft hatte, lieĂź sie an der Landtafel Jan Polcar von ParaÄŤov zuschreiben. Ab 1555 waren die RájeckĂ˝ auf MĂrov Besitzer der Herrschaft, von ihnen kaufte sie 1590 Smil OsovskĂ˝ z Doubravice und erweiterte sie beträchtlich. Anstelle der seit 1541 als wĂĽst beschriebenen Burg entstand vor 1581 das befestigte Wasserschloss Osowey. 1594 verkaufte Smil den Besitz an Alena MeziĹ™ĂÄŤskĂ˝ von Lomnice. Von ihren Erben erwarb 1612 Jan HumpoleckĂ˝ von RybenskĂ˝ die Herrschaft einschlieĂźlich der zugehörigen Dörfer Osová BĂtýška, BorovnĂk, MilešĂn, BĹ™ezĂ, SkĹ™inářov, Ondrušky, RozseÄŤ, Vlkov und Nová Ves sowie der wĂĽsten Burgen VĂckov und Rysov fĂĽr 22.000 Gulden. 1617 kaufte er von KateĹ™ina von ÄŚĂĹľkov das Gut RojetĂn mit VidonĂn hinzu. Während des DreiĂźigjährigen Krieges wurde die gesamte Herrschaft verwĂĽstet und am 23. Mai 1638 brannte das Schloss nieder.
Zwischen Jan HumpoleckĂ˝s Töchtern Majdalena und Marie erfolgte 1662 eine Erbteilung, erstere erhielt RojetĂn und Marie bekam OsovĂ©. In dieser Zeit erfolgte der Wiederaufbau des im Teich OkolnĂk gelegenen Wasserschlosses. Sie kaufte RojetĂn wenig später von ihrer Schwester zurĂĽck und ĂĽberschrieb ihren Besitz 1693 an ihren vierten Mann Johann Veit Baron von Schwanenfeld. Schwanfeld verkaufte 1708 Ossowa zusammen mit Rojetin fĂĽr 75.000 Gulden an Katharina Freiin von Waldorf. Unter den Herren von Waldorf wurde das Schloss barock umgestaltet. 1796 veräuĂźerte Ignaz Graf von Waldorf die Herrschaft an Franz Kajetan Graf ChorinskĂ˝, der sie 1797 den Grafen von Haugwitz verkaufte. Zwischen 1830 und 1830 machte Karl Graf Haugwitz das zuvor als Sommersitz genutzte Schloss zu seinem Sitz. Er lieĂź 1835 westlich des Schlosses einen Park anlegen. Ab 1865 war das Schloss zeitweilig Sitz des Rittmeisters Johann Friedrich von Harbuval-ChamarĂ©, der mit Bertha von Haugwitz verlobt war.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete OsovĂ© ab 1850 einen Ortsteil der Gemeinde Osová BĂtýška in der Bezirkshauptmannschaft VelkĂ© MeziĹ™ĂÄŤĂ. 1866 wurde in OsovĂ© ein Choleralazarett und im Jahre darauf eine Wirtschaftsschule eingerichtet, die 1868 nach VelkĂ© MeziĹ™ĂÄŤĂ verlegt wurde. Im Jahre 1869 hatte OsovĂ© 82 Einwohner und 1900 waren es 102. Besitzer der Herrschaft Osovská BĂtiška und RojetĂn war im Jahre 1900 Heinrich Graf Haugwitz. Zur Herrschaft gehörten auĂźer dem Schloss OsovĂ© die vier Höfe OsovĂ©, TĹ™i Dvory, RojetĂn und MilešĂn sowie die beiden Hauptforstreviere Rohy und VĂckov. 1924 wurde OsovĂ© in Osová umbenannt. 1930 hatte Osová 122 Einwohner. Das Schloss und die GĂĽter der Grafen Haugwitz wurden 1945 infolge der Beneš-Dekrete konfisziert. 1950 lebten in dem Dorf 85 Menschen. Zu Beginn des Jahres 1961 wurde der Ort dem Okres Žďár nad Sázavou zugeordnet. 1965 kam das Schloss in die Rechtsträgerschaft des Bezirksnationalausschusses Žďár nad Sázavou, der es mit der Einrichtung fĂĽr behinderte Kinder in KĹ™iĹľanov zusammenlegte. Seit dieser Zeit verkam das Schloss. Mitte der 1990er Jahre erfolgte der Verkauf des ruinösen Schlosses. Seitdem wurde es teilweise rekonstruiert. 1991 hatte der Ort 50 Einwohner. Im Jahre 2001 bestand das Dorf aus 25 Wohnhäusern, in denen 41 Menschen lebten.
SehenswĂĽrdigkeiten
• Schloss Osová, das Schloss entstand zum Ende des 17. Jahrhunderts an Stelle einer seit 1348 nachweislichen und 1638 abgebrannten Wasserburg. Es befindet sich am Ufer des Teiches OkolnĂk. Westlich des Schlosses liegt der 1835 angelegte Schlosspark. Das Schloss ist derzeit nicht zugänglich und steht seit 2020 erneut zum Verkauf.
• Galerie SĂ˝pka, die in einem zwischen Osová BĂtýška und Osová gelegenen barocken Speicher des Schlosses Osová aus dem Jahre 1669 eingerichtete Galerie besteht seit 1990 und ist von Mai–September geöffnet.
Weblinks
• http://www.osovabityska.cz/historie/osova/
Einzelnachweise
cite-note-11. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi/713341/Osova
cite-note-22. ↑ L. Hosák, R. Ĺ rámek, MĂstnĂ jmĂ©na na MoravÄ› a ve Slezsku I, Academia, Praha 1970, II, Academia, Praha 1980.